AWS Förderung verhilft innovativen Startups zum Erfolg

3 minvon Bettina Prennsberger 07. August 2017

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Seit 1.1.2017 gibt es im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie eine AWS Förderung für innovative und wachstumsstarke Startups. Mit dieser Förderung sollen Klein- und Kleinstunternehmen gefördert werden, welche erstmals Arbeitsplätze schaffen oder geschaffen haben.

Unter die für die Förderung heranzuziehende Definition „Startups“ fallen Unternehmen, welche die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Gründung liegt maximal fünf Jahre zurück (erstmalige Eintragung im Firmenbuch zählt)
  • Fällt unter die Kategorie „kleines Unternehmen“ nach EU-Definition (<50 MitarbeiterInnen, Jahresumsatz oder –bilanzsumme < 10 Mio. Euro)
  • Unternehmen ist dank Technologie oder Geschäftsmodell innovativ und weist signifikantes Umsatzwachstum bereits auf oder lässt dieses erwarten

Detaillierte Informationen zu den Innovations- und Wachstumskriterien sind im Downloadbereich des AWS abrufbar.

Welche Kosten sind förderbar?

Startups können die Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeiträge) der ersten drei förderungsfähigen Arbeitsplätze (Vollzeit- oder Teilzeitmitarbeiter) fördern lassen.

Wie hoch ist die maximale Förderung?

  1. Jahr 100 % der Lohnnebenkosten

  2. Jahr 67 % der Lohnnebenkosten

  3. Jahr 33 % der Lohnnebenkosten

Verfahrensablauf

Das Startup kann 6 Monate vor bis 24 Monate nach Schaffung des ersten förderungsfähigen Arbeitsplatzes die Förderung direkt beim aws Fördermanager beantragen. Die Förderungslaufzeit von bis zu 3 Jahren beginnt nach der Antragsstellung.

Warum die Förderung für Startups besonders attraktiv ist

Viele Jungunternehmer stehen gerade, wenn es eigentlich gut läuft häufig vor einem Dilemma: Eigentlich ist die Auftragslage gut, das Unternehmen könnte wachsen und zusätzliche Umsätze und in weiterer Folge Gewinne erzielen – wäre da nicht das Problem der hohen Lohnnebenkosten. Diese Nebenkosten wirken auf viele Jungunternehmer abschreckend, weshalb die Entscheidung häufig gegen Neueinstellungen ausfällt.

Beispiel:

Bei einem vereinbarten monatlichen Bruttogehalt von EUR 3.000,- ergibt sich ein Jahresbruttogehalt von EUR 42.000,-. Dazu kommen für das Unternehmen noch die Lohnnebenkosten (SV-Beiträge, Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfond, Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag, Kommunalsteuer, Betriebliche Vorsorge) was in Summe Lohnkosten von knapp EUR 55.000 bedeutet. Diese rund EUR 13.000,- an jährlichen Lohnnebenkosten können nun mit der aws-Förderung im ersten Jahr zur Gänze, im zweiten Jahr zu 67% (rund EUR 8.700,-) und im dritten Jahr noch immer zu einem Drittel (rund EUR 4.290,-) gefördert werden.

Fazit

Diese Förderung und das damit verbundene Vorantreiben von Innovationen und Unternehmensgründungen ist äußerst positiv anzusehen und es ist wünschenswert, dass einige Startups mithilfe der Förderung den Sprung zum dauerhaften Erfolg und Wachstum schaffen. Von uns gibt es ein klares „Like“!

Good to know:

Wer selbst ein Startup gegründet oder dies in Zukunft vor hat, kann den aws StartupPreCheck durchführen. Der Test zeigt, ob und welche Fördermöglichkeit für das eigene Startup besteht.

Informationen zur Förderung übernommen von: Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH, https://www.aws.at/foerderungen/aws-lohnnebenkostenfoerderung/

Hinweis: Bei CRUITIS NewsMag Beiträgen handelt es sich nicht um Rechtsberatung. Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.

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